FRÜHLINGSKONZERTE „Harmonie in Vielfalt“ im MAI in der ROCHUSKAPELLE

Die traditionellen Weltmusik-Konzerte unter dem Titel „Harmonie in Vielfalt“ in der Rochuskapelle stehen in dieser Saison im Zeichen der Begegnung von Zusammenklang und Verständigung.

Zum Auftakt am 9. Mai präsentieren Ricardo Volkert und Carmen López unter dem Titel Viviremos! Balladen von Dunkelheit und Licht. Die poetische Welt Andalusiens, Spaniens und Lateinamerikas, zweistimmige, oft im Flamenco beheimatete Balladen und Canciones – das ist die Welt der beiden Cantautores. Vertonte Verse von García Lorca, Pablo Neruda oder Rafael Alberti wechseln sich mit Alegrías, Bulerías oder Tangos Flamencos. Es geht um Gott und die Welt, um das Leben und natürlich die Liebe, und die Gefühlspalette malt zwischen überbordender Lebensfreude und melancholischem Weltschmerz – oft noch unterstützt von Carmens berauschenden, ausdrucksstarken Tanzeinlagen.

Beim zweiten Konzert am 16. Mai gastieren wieder einmal Ustad Rasul, Nasir und Monir Aziz aus Afghanistan mit klassisch-indische Ragas und afghanischer Folklore auf den Instrumenten Tambur, Sitar, Handpan und Tabla. Die Brüder Nasir und Monir waren (neben Auftritten in Russland und Frankreich) schon mehrfach zu Gast, zuletzt gemeinsam mit ihrem Vater, der ein wichtiger Teil vor allem in Nasirs musikalischer Biografie ist und ihn schon in frühester Jugend an der Tambur unterrichtete. Ustad Rasul war musikalischer Rundfunkdirektor in Kabul, vor allem aber ist seine Musik in der arabischen Welt legendär: Er ist unbestritten der letzte Meister seiner Generation, der den immensen Schatz des Wissens und Könnens des Repertoires, der Spieltechniken und des Baus der afghanischen Instrumente Tambur und Dotar hütet und über 60 Jahre lang Konzerte in Afghanistan, Usbekistan, Iran, Pakistan und auch in Deutschland und Frankreich gab.

Zum Abschluss tritt Njamy Sitson  am 23. Mai mit seinem Programm „Ostinato Africano“ mit Liedern für Menschlichkeit und Toleranz auf.  Er spielt die Instrumente  Ngoni (westafrikanische Harfe), Ndewhoo (Flöte), Kalimba und Conga und singt dazu. Der in Deutschland lebende kamerunische Vokalist, Multiinstrumentalist, Komponist, Erzähler und Musiktherapeut ist ein echter Ausnahmekünstler. Atemberaubend ist seine Trommelkunst, polyrhythmische Magie wechselt mit melodischer Zauberei, die ihre Inspiration aus dem Reichtum traditioneller Musik seiner Heimat und der ganzen Welt schöpft. Egal ob flötengleiches Falsett oder samtig-erdiger Bariton, der mühelose Klang verkörpert eine Musikvision von Resilienz und Einklang mit der Natur.

Es gibt eine beschränkte Platzzahl. Konzertbeginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr. Mehr Informationen und Tickets gibt es unter https://studio.kaedinger.de/rochus. Der Online-Vorverkauf oder eine Anmeldung wird empfohlen.Es gibt auch ermäßigte Dauerkarten.
Infos gibt es beim Haus International unter 0871/3194748-0 oder info@haus-int.de.

Fotorechte:
Julia Pietsch für Njamy Sitson
Nasir Aziz für Ustad Rasul etc.
Thomas Herrmann für Viviremos

 

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